Die Tricks um den Mindestlohn

Seit der Einführung des Mindestlohns zum 1. Januar 2015 versuchen einige Arbeitgeber mit allen Tricks sich um die Zahlung des Mindestlohns zu drücken. Der Mindestlohn wurde eingeführt, damit Arbeitnehmer von ihrem Einkommen ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Dass dies auch mit dem Mindestlohn nicht der Fall ist, ist jedem Menschen bewusst. Dennoch ist es für Arbeitnehmer wichtig, dass sie zumindest einigermaßen mit dem Mindestlohn über die Runden kommen und die Aufstockung durch das Jobcenter so gering als möglich gehalten werden kann.

Bei einigen Arbeitgebern enthalten die Arbeitsverträge einen Monatslohn. Seriöse Arbeitgeber legen auch die dafür zu leistenden Stundenzahl fest. Arbeitgeber, die ihre Arbeitnehmer ausnutzen wollen, formulieren dies anders, etwa so „Mit Rücksicht auf betriebliche Erfordernisse zu leistende Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten“ oder so ähnlich. Ob die Überstunden tatsächlich erforderlich sind oder nur deshalb zustande kommen, weil der Vorgesetzte langsam arbeitet oder eine lange Mittagspause macht, ist für den Arbeitgeber nicht relevant. So kann es sein, dass aus einem Teilzeitvertrag mit einem Teilzeitgehalt plötzlich ein Vollzeitarbeitsplatz mit Teilzeitgehalt wird.

Damit Sie nie in eine solche Situation kommen, sollten Sie vor der Unterzeichnung eines solchen Vertrags einen Fachanwalt für Arbeitsrecht aufsuchen. Roland Sudmann, Partner der Kanzlei Philipp, Sudmann und Schendel in Mannheim, ist Fachanwalt für Arbeitsrecht. Seit vielen Jahren betreut er Arbeitnehmer, vermehrt berät er sie vor der Unterzeichnung des Arbeitsvertrags. Kommt bei seinen Berechnungen Monatsgehalt geteilt durch Arbeitsstunden nicht der Mindestlohn heraus, ist er für ein Gespräch mit dem zukünftigen Arbeitgeber bereit. Die Tricks der Arbeitgeber sind vielfältig; die Recherchen von Fachanwalt Sudmann decken diese Tricks auf.

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