Ein Schlüsseldienst rechnet ab – Entscheid des Amtsgerichtes Augsburg

Nur noch schnell etwas beim Discounter einkaufen, umziehen und dann zur Arbeit. Diesen Gedankengang können viele Berufstätige nachvollziehen. Was tut man jedoch, wenn man in Jogginghose vor der eigenen Haustür steht, und der Schlüssel nicht auffindbar ist? Häufig wird einfach ein Schlüsselnotdienst beauftragt, doch was sich in einem Fall in Bayern abspielte, erweckte sogar die Aufmerksamkeit des Amtsgerichtes Augsburg. Der Schlüsseldienst Groch aus Hamburg berichtet über den Gerichtsprozess und weist auf wichtig Anhaltspunkte für unseriöse Schlüsselnotdienste hin.

Der Fall Jennifer S.

Jennifer S. wollte eigentlich nur schnell einkaufen gehen, als sie sich mit zwei Tüten unter dem Arm im Hausflur wiederfand – ohne Hausschlüssel. Jennifer S. rief per Handy schnell einen Schlüsselnotdienst an, der für sie die prekäre Lage entschärfen sollte. Es dauerte gerade einmal eine halbe Stunde, bis der rettende Helfer in Not vor Ort war und sich für Frau S. schnell und kompetent um die Öffnung des Schlosses kümmerte. Er brauchte nur wenige Sekunden, um die Tür von Frau S. mit einem Personalausweis zu öffnen und das Schloss offenbar dabei unbeschädigt zu lassen. Die Rechnung jedoch erschien Frau S. deutlich zu hoch, dennoch bezahlte sie die 326,70 ? für eine Minute Arbeit, da sie in Eile war. Im Nachhinein zeigte Jennifer S. den Schlüsseldienst jedoch wegen Wucher an. Der Fall beschäftigte das Amtsgericht Augsburg, der sich die Frage stellen musste, was eine Türöffnung an einem Samstagvormittag kosten sollte. Der Schlüsseldienst wurde freigesprochen, da eine Grundpauschale von 159 Euro gang und gäbe wäre, wie ein einbestellter Sachverständiger bestätigte. Weiterhin sei ein Zuschlag nachts und am Wochenende von 50-100 Prozent legitim. Der Gutachter führte weiterhin an, dass es einen Unterschied mache, ob ein Schlüsseldienst oder ein Schlüsselnotdienst beauftragt wird, da ein Schlüsselnotdienst einen 24-Stunden-Notdienst anbietet und entstehende Kosten wie Werkzeug und Personalkosten direkt über den Kunden abdecken muss.

Nicht nur potenzieller Wucher muss beachtet werden

Gerade dieser Fall sollte vielen Verbrauchern zu denken geben, besonders wenn ein Schlüsselnotdienst einen Pauschalbetrag für eine Türöffnung beantragt, der weit unter dem branchenüblichen Satz liegt.

Ebenfalls sollte beachtet werden, ob der Schlüsselnotdienst konkrete Fragen zu der Art der Tür, dem Schließmechanismus und weiteren Details stellt. Bleiben derartige Fragen aus und ein Pauschalpreis wird genannt, sollten Verbraucher mit Vorsicht handeln. Ohne nähere Spezifikationen der Tür und des Schließmechanismus zu kennen, ist auch nur eine ungefähre Preisnennung nicht möglich, da der Aufwand für die jeweilige Türöffnung nicht eingeschätzt werden kann. Häufig verschweigen unseriöse Schlüsselnotdienste zusätzliche Kosten, die für die Anfahrt, oder für einen Einsatz in der Nacht oder am Wochenende hinzugerechnet werden müssen.

Für nähere Informationen steht Ihnen der Schlüsseldienst Groch aus Hamburg gerne zur Verfügung.

(Quelle: sueddeutsche.de)

Pressekontakt:
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