Fünf Fragen an Bremer Gründer: Bio-Mode, Brände und Bestell

Ob das lässige Streetwearlabel Disko, das im Viertel biologische und faire Oberbekleidung veredelt und vertreibt, die von einer Brennerin geführte Schnapsbrennerei und ihre Piekfeinen Brände oder die App Foodninja, durch die sich viel Zeit bei der Essensbestellung sparen lässt – aus Bremen kommen allerlei einzigartige Ideen. Was die Geschäfte im Einzelnen anbieten, wer dahinter steckt, wie es dazu kam, warum ausgerechnet in Bremen gegründet wurde und wie die Ziele aussehen, all das verrieten die Gründer nordbuzz.

Was ist Disko Streetwear?

Disko Streetwear ist ein Bremer Streetwearlabel und produziert bzw. vertreibt 100 Prozent biologische und faire Oberbekleidung. Unterstrichen wird dieser Ansatz zudem dadurch, dass unsere Textilien in aufwändiger Handarbeit per Siebdruck in eigener Werkstatt im Bremer Viertel veredelt werden. Dabei bestehen die Kleidungsstücke ausschließlich aus reiner Biobaumwolle oder recycelten Stoffen, die zudem fair produziert bzw. gehandelt sind. Abseits von eintönigen Logoprints steht bei Disko das künstlerische Unikat im Vordergrund.

Alle Motive werden per Hand gezeichnet und in kleinen Stückzahlen im Rahmen von zwei Kollektionen pro Jahr veröffentlicht. Mittlerweile ist Disko in einigen Läden im norddeutschen Raum vertreten, zudem gibt es die Möglichkeit die Produkte im eigenen Onlineshop oder im Disko Werkstattladen zu kaufen. Hier kann man uns häufig auch direkt beim Drucken über die Schulter schauen und wir beantworten gerne Fragen rund um Siebdruck und nachhaltige Produktion. Ein weiteres Merkmal, das uns von anderen Labels unterscheidet. Durch die eigene Werkstatt können zudem Auftragsarbeiten und Kollaborationen mit Klubs, Vereinen, Bands und Händlern professionell und individuell umgesetzt werden.

Wer steckt hinter Disko Streetwear?

Disko Streetwear wird von Malte Breford geführt. Malte hat bereits im textilen Einzelhandel für Unternehmen wie Blue Tomato und Vans gearbeitet und sich das Siebdruckhandwerk autodidaktisch angeeignet.

Wie kam es dazu und wie läuft es?

Disko wurde bereits 2011 gegründet, aber zunächst als reines Hobby betrieben. Moritz, ein Freund von Malte, hatte eine Menge Zeichnungen und Bilder in dieser Zeit gemalt und da entstand die Idee die Motive doch auf T-Shirts zu bringen, statt sie auf klassische Weise in Ausstellungen zu zeigen. Nachdem die ersten T-Shirts noch von großen Siebdruckereien produziert wurden, kam uns die Idee die Produktion selbst in die Hand zu nehmen, um spontan, kreativer und flexibler sein zu können. Dies war eine große Herausforderung, da keiner von uns Vorwissen im Siebdruckhandwerk mitbrachte.

Doch nach und nach entstand eine kleine aber feine Werkstatt, die Techniken und Materialien wurden vertrauter und aus dem Hobby wurde ein Beruf. Inzwischen realisiert Disko mehrere Kollektionen und Kollaborationen pro Jahr. Zudem entstand nach und nach ein Netzwerk an Shops, die Disko mit in ihr Sortiment aufnahmen. Im Oktober zogen wir schließlich in ein Ladenlokal im Bremer Viertel. Hier war uns die Kombination von Verkauf und Produktion wichtig, um so den Kunden unser Konzept von eigener Veredelung und Nachhaltigkeit vermitteln zu können.

Warum ist Disko Streetwear in Bremen aktiv?

Der Standort Bremen hat für uns gleich mehrere Vorteile. So konnten wir zu Beginn in alten Industrie- und Hafengebäuden sehr kostengünstig und mit viel Freiräumen arbeiten. An unserem neuen Standort im Viertel stoßen wir auf ein breites Interesse was Handarbeit und Nachhaltigkeit angeht und sind mit dem Konzept, zumindest nach unserem Wissen, hier bisher einzigartig. Mindestens genauso wichtig ist unser Netzwerk vor Ort. Ob Illustratoren, Grafiker, Fotografen oder Wiederverkäufer – in Bremen können wir auf eine breite Unterstützung bauen. Zudem ist Bremen groß genug um genug Publikum zu erreichen und dabei gleichzeitig klein genug, um noch auffallen zu können.

Wohin soll es mit Disko Streetwear gehen?

Disko soll mittel- und langfristig zu einer etablierten und deutschlandweit bekannten Marke im biologischen Streetwearbereich werden und für authentische und faire Produktion sowie ausgefallene Motivik stehen. Bereits jetzt arbeiten wir mit einem in Bremen ansässigen Betrieb zusammen, der unsere Mützen produziert. Diese Zusammenarbeit soll ausgebaut werden, um eine T-Shirt-Serie komplett in Bremen zu produzieren. Zudem wollen wir individuelle Schnitte und Farbkombinationen durch eine eigene Produktion in Portugal realisieren, um unsere Produktpalette stetig anzupassen und zu erweitern.Lesen Sie mehr auf:Abschlusskleider | abendkleider kurz

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