Halloween

Patrik Berger

Ausgehöhlte leuchtende Kürbisse an öffentlichen Plätzen, Schulen, Lokalen oder zu Hause in den eigenen vier Wänden. Der Kürbis ist das Symbol für Halloween schlechthin, ein leuchtender Kürbis als Zeichen für Geister. In Amerika ist dieses Volksfest ein Anlass für ausgelassenes Treiben und Feiern. Man kann sich als Geist, Hexe, Skelett, Zombie usw. verkleiden. Hauptsache es ist gruselig. Je gruseliger desto besser.

Ursprünglich war Halloween jedoch kein Fest, bei dem der Spaßfaktor ganz oben stand. In den Geschichtsbüchern steht, das Halloween vermutlich vom keltischen Fest Samhain kommt. Die Kelten glaubten, dass am Samhain die Geister der Toten mit den Lebenden Kontakt aufnehmen.

Auch im Christentum gibt es am 1. November ein Fest, das Allerheiligen- Fest. Dieser Gedenktag an die Heiligen verbreitete sich von Rom aus. Zu Beginn fand es am 13. Mai statt, doch Gregor IV. hat den Feiertag auf 1. November verlegt.

Heute sehen viele Gläubige des Christentums in Halloween einen Missbrauch von Kommerzialisierung. Vor allem in Europa wo Halloween in veränderter Form und sehr wirtschaftsorientiert stattfindet, wird es nicht überall sofort angenommen. Auch die Streiche, die manchmal ausarten können werden gefürchtet. Viele finden es nicht lustig, wenn ihre Häuser und Autos mit Eiern beworfen werden, oder Wände plötzlich eine andere Farbe haben. In Amerika von wo aus Halloween nach Europa kam, hat man vielleicht eher noch Verständnis für dieses verrückte Treiben und Feiern. Dort gibt es sonst keine Feste, wo man sich austoben kann. Wir haben ja noch unsere traditionelle Fasnacht, den Fasching oder den Karneval. Gute Gelegenheiten um sich aus zu toben, sich zu verkleiden oder auch Streiche zu spielen. Doch mit einem etwas friedlicheren Charakter. Deshalb appellieren viele an Eltern, ihre Kinder etwas behutsamer und sanfter auf Halloween vorzubereiten. Denn es ist nicht alles erlaubt was lustig ist. Und das wär dann auch schade um das gruselige Fest, das auch seine Vorzüge hat.

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