Jeans sind super bequem

Jeans sind in der Modewelt ein allgemeiner Klassiker, der immer wieder neu erfunden wird. Ihr Erfinder hatte sie als Arbeitshose gedacht, sie wurde dann immer begehrter und ist auch nach mehr als einhundert Jahren ein absoluter Topseller auf dem Markt. Das Patent erhielt der Erfinder der Jeans im Jahre 1873. Die ersten Modelle waren aus Hanffasern aus braunem Segeltuch. Nach gewisser Zeit nahm man dann Baumwollstoff, der mit blauer Farbe bearbeitet wurde. Durch Nieten verstärkte man die Nähte der Hosen. Cowboys, Farmer und Eisenbahnarbeiter waren die ersten, die die Jeans, die wie erwähnt als Arbeitshose diente, trugen.

Es dauerte noch bis in die 20er Jahre, bis die ersten Freizeithosen erwerbbar waren. 1953 gab es dann auch Damenjeans aus Europa, der man den wohlklingenden Namen „Girls-Camping-Hose“ verpasste. Der Zipp der Jeans befand sich nicht vorn, so wie es heute gang und gäbe ist, sondern an der Seite, weil man es bei Frauen als unsittlich empfand. Übrigens, das Unternehmen, die diese Jeans für Frauen herstellte, ist in vielen Ländern bekannt und die wenigsten wissen, dass es sich um ein deutsches Unternehmen handelt. In den 1950er Jahren wurde die Jeans auf dem europäischen Kontinent vor allem aus Protest getragen. Zahlreiche Jugendliche trugen die Hose und wollten sich damit von den anderen abgrenzen. Mit den 60er Jahren verbreitete sich der Trend immer mehr und die überwiegenden Zahl der jungen Menschen wollten eine solche Hose haben. Die 70er brachten dann die weiten Hosenbeine und die Schlagjeans war in Mode.Einen insbesondere hohen Hosenbund hatten die Hosen für Frauen, die in den 80er Jahren modern waren.

Die Hose hatte einen eng anliegenden Schnitt, zehn Jahre später jedoch war dieser ein völlig anderer. Da kamen schließlich die sogenannten Baggy-Hosen in Mode, deren Herkunft auf der einen Seite auf Skater, andererseits auf Häftlinge, denen der Gürtel abgenommen wurde, zurückzuführen sein soll. Das neue Millennium brachte keinen wirklichen neuen Trend, sondern man belebte die Schnitte der 80er Jahre wieder. Der Schnitt der Jeans wurde abermals enger, jedoch war die sogenannte „Röhre“ nicht für jede Körperform angebracht. Bei Damenjeans ist im Moment der sogenannte „Boyfriend“-Schnitt im Trend. Der Schnitt der Jeans ist recht weit und es macht den Eindruck, als würde die Trägerin dieser Jeans die Hose von ihrem Partner tragen. Diese Mode kommt, wie so häufig, aus Hollywood.

Veränderungen gab es bei der Hose seit ihrer Erfindung nicht nur beim Thema Schnittmuster. Die Jeansmode hatte in Jahren auch verschiedene Trendfarben. Zu Anfang war die Blue Jeans die am häufigsten getragene Art, dann verwendete man auch andere Farben. Es gab die Hosen im beliebten Dunkelblau, dann im helleren Stone washed und im individuellen Fleckenmuster, das ab und zu den Eindruck machte, als wäre sie schon einige Zeit nicht gewaschen worden. Interessant waren auch die diversen Bezeichnungen, die die Jeans hatte. Texashose wurde sie zum Beispiel im Deutschland der 50er Jahre genannt. In der DDR war das Tragen dieser Hose stellenweise in der Schule und auf öffentlichen Feierlichkeiten nicht erlaubt und man bezeichnete sie als Nietenhose. Jeans ist der bekannte Begriff nicht nur für die Hosen, sondern auch für die aus dem Denimstoff bestehenden Kleider, Jacken und Hemden.

Artikel empfehlen
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.