Metalldosen haben noch lange nicht ausgedient

In Supermärkten kommt man den Metalldosen überhaupt nicht vorbei, so viele verschiedene Blechdosen gibt es mittlerweile zu kaufen. Gerade die Getränke in Form von Blechdosen sind eigentlich nicht mehr aus unserer Gesellschaft wegzudenken, so natürlich sind sie geworden.

Die Entwicklung der Metalldosen für Flüssigkeiten beginnt mit den Konservendosen. Das erste Getränk war Gerstensaft, das in der Zeit der Prohibition in den USA in Dosen verkauft wurde. Wie bei normalen Konservendosen legte man diesen Dosen einen Öffner bei, damit der Abnehmer die Dose zum Trinken aufmachen konnte. Nach 1930 – dem Ende der Prohibition – entstanden etliche verschiedenartige Formen an Metalldosen, die alle etwas verband: Mit ihnen sollte der Verkauf an Getränken in Dosen angekurbelt werden.

1936 sah die Entstehung der wohl beliebtesten Getränkedose: Coca Cola wurde zum ersten Mal in einer solchen Dose verkauft. Erst in den 60er Jahren schaffte die Coladose den Sprung nach Europa, ab dann startete aber auch bei uns die Erfolgsgeschichte der Metalldosen. Das aktuelle Gewicht einer solchen Dose von 16 Gramm wurde stetig durch permanente Arbeit am Design der Dose geschafft. Anfänglich wog sie eigentlich noch 100 Gramm.

Die Öffnung der Metalldosen durchlebte auch einen Austausch: Die ersten Dosen wurden bei uns mit einem Streifen aus Metall ausgestattet, den man zum Aufmachen der Dose herausziehen musste. Die Metallstreifen hatten es aber in sich: Riss man zu langsam oder zu achtsam ab, ging der Metallstreifen vorzeitig ab, ehe man an den Inhalt der Dose herankam. Kurz vor dem Jahrtausendwechsel verschwanden die Streifen zum Abziehen zugunsten einer neuen Funktionsweise: Die neuen Streifen werden bequem in das Innere der Dose gedrückt. In diesen Tagen schlürfen wir unser Cola nach wie vor auf diese Weise, nur sehen die Öffnungen aktuell etwas anders aus als dereinst.

Die Metalldosen von Coca-Cola sind bereits einige Zeit sehr gefragt, das spürt man rasch, falls man im Web schaut. Bei Sammlern sind die Dosen besondere Tausch- und Verkaufsobjekte. Lebt man in einer Region, wo es verschiedene Fans gibt, entdeckt man sie auf Stammtischen, wo Neuigkeiten über die Metalldosen besprochen werden. Fehlt einem in der eigenen Kollektion noch eine bestimmte Dose, hat man am leichtesten Erfolg, sobald man andere Sammler kontaktiert.

Nicht nur das Design, sogar das Getränk selbst wurde vom Erzeuger Coca-Cola auf die einzelnen Länder abgestimmt, in denen der Softdrink verkauft wird. Arabisches Cola zum Beispiel hat zwei Texte. Aus diesem Grund wollen echte Anhänger natürlich bestimmte Dosen besitzen, als ob der Teufel selbst hinter ihnen her wäre. Mittlerweile gibt es die Dosen ebenfalls in unterschiedlichen Abmessungen, um die Bedürfnisse der Abnehmer zu stillen. Aus diesem Grund gibt es Größen, die sich in manchen Staaten sehr gut abgesetzt haben, in manchen Staaten dagegen eher weniger. Nachdem Coca-Cola neben seinem braunen Original auch noch andere Getränke verkauft, gibt es viele Dosen zum Aufheben. Metalldosen können also mit genügend Eifer zu einem Kultobjekt werden, Coca-Cola hat es erfolgreich vorgemacht.

Artikel empfehlen
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.