Schönheitsideale im Wandel der Zeit

Schönheit ist ein schwieriges Thema. Was ist schön, was ist es nicht. Vor allem bei Frauen ist es mehr oder weniger kritisch. Kulturell bedingt muss zumindest bei uns in Europa eine Frau attraktiv sein, was oft weitaus wichtiger oder prägender ist, als die Intelligenz oder der Charakter. Wobei sich das Bild der Schönheit durchaus verschieden ist. Es ist weithin bekannt, dass das Schönheitsideal der Frau in verschiedenen Epochen durchaus variabel war und vor allem in Zeiten der Armut ein fülliger Körper als attraktiver galt. Was weitgehend unbekannt ist, ist auch, dass die kulturelle Struktur ebenfalls zu einer Verschiebung dieses Schönheitsideals führt. So wird in Kulturen mit klassischeren Rollenverteilungen durchaus ein etwas „weiblicherer“ Typ bevorzugt, umso mehr Emanzipation und Arbeitsteilung in der Kultur eine Rolle spielen umso mehr gilt der androgynere Typ als Schönheitsideal. Schminke zu verwenden war schon lange ein Trick um sich „schöner“ zu fühlen. Während im alten Ägypten der Kajal eher als Schutz der Augen gegen die Sonne gedacht war, später auch als religiöses Symbol als Anlehnung an den Sonnengott und die Hauptgottheit Ra, die angeblich sowohl Frauen als auch Männer einsetzen, wurde, wurden bereits damals Rouge und Lippenfarben verwendet, die wohl vor allem den Sinn hatten, der eigenen Schönheit zu dienen. Später im Mittelalter galt die „vornehme Blässe“ als elegant und en vouge, der auch durch dekorative (damals stark Bleihaltige) Kosmetik unterstützt wurde. Heute zutage sind Kosmetika welche die weibliche (überwiegend, wobei auch dekorative Kosmetik (oder anders gesagt Schminke oder Make up) bei der männlichen Bevölkerung mehr und mehr zunimmt) Schönheit unterstützen sollen ein Verkaufsmodell mit dem viele Firmen sich finanzieren. Essence, Catrice, Mac, Bobby Brown, Alterra, Alverde, P2, Maybellin und wie sie alle heißen erfreuen sich in der heutigen Gesellschaft solcher Beliebtheit, was alles vor allem auf der Verblendung des weiblichen Geschlechts beruht. Mittlerweile hat sich dieser Trend auch ins Internet verschoben. Zu tausenden schreiben Frauen aller Altersgruppen in so genannten „Blogs“ ihre Erfahrungen und Meinungen, teilen ihre Pflege und sonstigen Tipps. Mehrere tausende überwiegend weibliche Personen pilgern zu Youtube um die Meinungen einiger anzuhören. Ob Nagellack und Nageldesigns oder Augenmakeup und Maskara, die Anwendungen sind zahlreich. Man zeigt sich, man wird bewertet und man verbessert sich. Das Internet als neue Plattform seine Schönheit, seine Ideale auszuleben.

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