Teneriffa: Wandern und mehr

Auch der Norden Teneriffas ist attraktiv

 

Teneriffa ist vor allem bei Wanderern ein beliebtes Ziel. Allerdings zieht es die meisten in den wetterfreundlicheren Süden der Insel.

 

Bekannter soll die Attraktivität des Nordens nun durch das „Teneriffa Walking Festival“ werden.

 

Früh morgens auf dem Gipfel des Pico del Teide zieht der Wind ungemütlich. Aber die Wanderer werden schon bald für ihre frühmorgendliche Mühen und Strapazen belohnt. Noch ist es halbdunkel und die Nacht war kurz. Bereits um 3 Uhr in der Früh ist die Wandergruppe aufgebrochen um den Gipfel zu erklimmen. Der dritthöchste Vulkan der Erde versetzt aber auch zu dieser Zeit die Wanderer bereits ins Staunen. Im Schein der Stirnlampen leuchten die Gesteine in den unterschiedlichsten Farben.

Und dann erhebt sich die Sonne wie in Zeitlupe aus dem Meer und wärmt die Wanderer mit den ersten Strahlen des Morgens.

 

Die Wanderung zum Gipfel des Pico del Teide gehört zu den beliebtesten Wanderrouten während des Teneriffa Walking Festivals. Insgesamt stehen den Teilnehmern 20 unterschiedliche Routen zur Auswahl. 2017 findet das Festival vom 23. – 27. Mai statt.

Angesprochen werden vor allem die Aktivurlauber, die die Kanareninsel gerne zu Fuß erleben wollen.

Bereits zum dritten Mal wird das Festival durchgeführt um mehr Wanderlustiger in die Region zu locken, da die meisten Urlauber den Süden der Insel vorziehen. Der Hauptgrund liegt im wechselhaften Wetter des Nordens.

Zusätzlich haben Renovierungsbedarf und Sanierungsstau Urlauber verschreckt. 2015 erlebte die Region um Puerto de la Cruz und Santa Cruz einen Rückgang der Übernachtungen von rund 6,4%. Allem Anschein nach scheinen aber so langsam Werbekampagnen und Modernisierungen zu greifen. Die Übernachtungszahlen steigen wieder.

Die örtliche Tourismusbranche erhofft sich einen weiteren Aufschwung durch den Bau eines neuen Yacht- und Fischereihafens. Dieser Neubau soll auch eine einladende Promenade mit Einkaufzentren und Restaurants beinhalten. Allerdings steht bisher nicht fest, wann das Projekt beginnen soll.

 

Also Sofortmaßnahme um dem Rückgang der Touristen entgegen zu wirken wurde im Jahr 20015 das „Teneriffa Walking Festival“ erstmals umgesetzt. Die Veranstaltung konnte bereits damals über 700 Teilnehmer verbuchen. Neben der Wanderung zum Vulkangipfel durch die rot-braunen Schuttberge des letzten Ausbruchs im Jahr 1909 sind vor allem die Geheimtipp-Touren gefragt. Wanderungen durch die nebeligen Lorbeerwälder im Nordosten oder durch das Anaga-Gebirge mit seiner urwaldähnlichen Vegetation begeistert vollends. Wenn an manchen Tagen leichter Dunst an den Steilküsten des Gebirges hängt fühlen sich die Wanderer und Naturfreunde wie in eine andere Welt versetzt. Die Atmosphäre und der bleibende Eindruck wirken unwirklich.

Dann wird wieder mal der Beweis erbracht, dass Teneriffa so viel mehr ist als ein Ziel für Strandurlaube.

 

Von Deutschland aus fliegen verschiedene Airlines von unterschiedlichen Flughäfen nach Teneriffa. Meistens erfolgen die Flüge ohne Zwischenstopps mit einer Dauer von etwa 4,5 Std.

 

Meistens ist die Buchung einer Pauschalreise inkl. Hotel, Verpflegung und Transfer günstiger als die individuelle Zusammenstellung. Sehr zu empfehlen ist das Hotel Marquesa in Puerto de la Cruz. Hier residierte bereits Alexander von Humboldt. Das Hotel besticht mit einem lichtdurchfluteten, kanarischen Innenhof und stimmungsvollen Altbau-Zimmern.

Für die Verköstigung sei das Restaurant Cofradia de Pescadores empfohlen. Das niveauvolle Fischrestaurant überzeugt nicht nur mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, sondern auch mit einer hinreißenden Aussicht auf den Atlantik. Die Räumlichkeiten wurden direkt in die historische Festung integriert. DerWanderstab informiert und wandert mit Ihnen.

 

Ebenfalls sollte man unbedingt den Orchideengarten von Puerto de la Cruz besuchen. Der romantische Garten mit zahlreichen Sitzgelegenheiten und einem Café versprüht seinen eigenen Charme einer längt vergangenen Epoche. Hier wird in englischer Tradition pünktlich der 5-o’clock-Tea kredenzt.

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