Wie erstelle ich einen Businessplan?

Der schrittweise Weg zum Businessplan.

Zweck und Funktionen eines Businessplans.
Der Businessplan (Geschäftsplan) gibt die Geschäftsidee eines Unternehmens wider und zeigt die Mittel und Wege auf, mit denen sie umgesetzt werden soll. Als Basis dient dabei das Geschäftsmodell. Die Unternehmensgründer belegen anhand des Geschäftsplans, wie sie das Unternehmenskonzept wirtschaftlich realisieren möchten.
Als formaler Bericht erfüllt der Businessplan sowohl externe Funktionen in Bezug auf die Kapitalbeschaffung als auch interne Managementzwecke für das Unternehmen und den Gründer selbst. Die zukünftigen Unternehmer informieren außenstehende Akteure wie Banken, Geschäftspartner, öffentliche Förderungsgeber und Investoren anhand des Geschäftsplans über die wirtschaftlichen, fachlichen und rechtlichen Voraussetzungen ihres Unternehmens. Der Businessplan zielt darauf ab, die Stakeholder von der Geschäftsidee zu überzeugen, Investoren zu finden, Geschäftspartner zu gewinnen und Förderungen zu erhalten. Gleichzeitig ist er ein interner Managementplan, der Ideen strukturiert, Ziele festlegt und Strategien definiert. Der Businessplan hilft dabei, das Unternehmen zu steuern, die Einhaltung der normierten Ziele zu kontrollieren, Probleme vorzeitig zu erkennen und notwendige Maßnahmen zeitnah einzuleiten.

Aufbau eines Businessplans von der Executive Summary bis zum Finanzplan

Der Aufbau eines Businessplans sieht üblicherweise wie folgt aus:

  • Executive Summary (Kurzzusammenfassung des Geschäftsplans) mit Geschäftsidee,Alleinstellungsmerkmal (USP), Unternehmenszielen, Kapitalbedarf und Qualifikationen
  • Produkt- beziehungsweise Dienstleistungsangebot inklusive Kundennutzen, Zielgruppe und    ProduktlebenszyklusMarkt- und Wettbewerbsdaten inklusive Zielmarkt, Branche und Marketingstrategie
  • Unternehmensorganisation und Geschäftsabläufe (Rechtsform, Standortfrage, Organigramm mit Zuständigkeits- Verantwortungsbereichen, Personalplanung, Kernaufgaben, ausgelagerte Bereiche (Outsourcing)
  • Unternehmerteam: Kompetenzen wie Branchenkenntnisse, Ausbildung und Netzwerkkontakte sowie Vergütung der Firmengründer
  • Umsetzungsplan (Realisierungsplan) mit den drei möglichen Szenarien (Normalfall,Optimalfall, ungünstigster Fall) für die nächsten drei bis fünf Jahre
  • Stärken & Schwächen beziehungsweise Chancen & Risiken (SWOT-Analyse)
  • Finanzplanung inklusive Plan-Bilanz, Plan-Gewinn- und Verlustrechnung, Plan-Cashflowrechnung mit Break-Even-Analyse

Herangehensweise: In sieben Schritten zum Businessplan

Im Idealfall erarbeiten Unternehmensgründer die einzelnen Punkte eines Businessplans in Teilschritten, um die Komplexität zu reduzieren:

1. Die Vorbereitung eines Businessplans beginnt mit der Kurzbeschreibung der Idee, die im Laufe der Ausarbeitung weiterentwickelt wird und schließlich in die Executive Summary mündet. In der Ideenphase geht es darum, den Kundennutzen des Produktes oder der Dienstleistung zu analysieren.

2. Im nächsten Schritt sind die Zielgruppen des Produktes oder der Dienstleistung zu definieren und die Kaufmotive der potentiellen Kunden zu klären. Außerdem stellt sich die Frage, ob gewerbliche Schutzrechte wie Patente und Markenrechte zu berücksichtigen sind.

3. Bei der anschließenden Markt- und Wettbewerbsanalyse geht es darum, sich über die momentane Marktsituation zu informieren, gegenwärtige Marktrends zu erforschen und das zukünftige Marktpotential zu erheben.

4. Wichtig sind auch die Wahl einer geeigneten Rechtsform (z.B. Einzelunternehmer, Personengesellschaften oder Kapitalgesellschaft) und eines optimalen Standorts.

5. Eine Auflistung der Qualifikationen, Erfahrungen und Fähigkeiten der Unternehmensgründer gehört ebenfalls zur Ausarbeitung des Businessplanes.

6. Außerdem ist ein Realisierungsplan zu erarbeiten, der sich mit den Stärken und Schwächen des Unternehmens auseinandersetzt und gleichzeitig die Chancen und Risiken im externen Umfeld abbildet.

7. Zuletzt sollten die Unternehmensgründer die Höhe des Kapitalbedarfs beziffern und die Fragen der Finanzierung (Eigenkapital, Fremdkapital) klären. Üblicherweise ist in den Businessplan eine Finanzierungs- und Investitionsplanung für die nächsten drei bis fünf Jahre aufzunehmen.

Tipps & Tricks

Der Businessplan sollte in sich widerspruchsfrei sein und alle Angaben mit Fakten belegen. Es empfiehlt sich, die angebotenen Produkte und Dienstleistungen anhand von Bildern oder Grafiken zu veranschaulichen. Außerdem sollten die eingearbeiteten Finanzzahlen mit Tabellen und Grafiken untermauert beziehungsweise näher erläutert werden. Idealerweise finden sich im Text gut platzierte Verweise auf die verwendeten grafischen Darstellungen. Insgesamt ist auf eine kurze und prägnante Form zu achten, zumal sich der Businessplan in einem Umfang von 25 bis 30 Textseiten bewegen sollte. Die Daten des Finanzplans sind für das erste Jahr quartalsweise und für den Restzeitraum jährlich darzustellen.

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