Rumänien und Polen werden von der Tirolia sehr oft angefahren!

Besonders Staaten im süd-östlichen Teil Europas lassen sich erstklassig im Rahmen einer Fahrt die Donau hinunter kennen lernen. Am Schluss der Reise auf der Donau erreicht man Rumänien, ein Land, dass nach dem Sturz des Diktators Ceausescu den meisten erst erneut durch den Beitritt zur europäischen Union ins Bewusstsein getreten ist. Dabei hat das Land eine sehr interessante und wechselvolle Vergangenheit hinter sich.

Bereits Herdot, der griechische Geschichtsschreiber, berichtete über die rumänische Gegend und deren angesiedelte Völker der Geten und Daker. Beinahe jeder kennt inzwischen die Automarke Dacia, die mit einigermaßen gutem Preis-Leistungsverhältnis punktet, aber fast niemand weiß, dass sich der Name der Marke von den Dakern ableitet. Rumänien zählte lange zu den römischen Provinzen – bis zur Zeit der Völkerwanderung, in der die Gegend nach und nach von Goten, Hunnen, Slawen, Awaren und Bulgaren besiedelt wurde. Danach gehörten große Teile des Landes zum bulgarischen Reich.  Zu dieser Zeit setzte auch eine umfangreiche Christianisierung der Gegend ein.

Die Fürstentümer Walachei und Moldau lenkten im Mittelalter die Geschicke der Region des heutigen Rumänien. Die deutsche Minderheit, die sich im Gebiet um Siebenbürgen ansiedelte und noch heutzutage das Bild der Gegend prägt, wanderte circa zur gleichen Zeit in Rumänien ein. Im 17. und 18. Jahrhundert gerieten diese Fürstentümer zunehmend unter Druck, zwischen dem habsburgischen und dem Russischen Reich aufgerieben zu werden.  Die Revolution von 1848 führte schlussendlich dazu, dass sich die Fürstentümer zu einem Land vereinigten – Bucureşti wurde Hauptstadt des Fürstentums Rumänien.  Die Unstimmigkeiten mit Ungarn, die bereits lange walteten, eskalierten 1919 in Form des Ungarisch-Rumänischen Krieges, den das Land für sich entscheiden und damit auch sein Gebiet erweitern konnte.

Nachdem sich Rumänien im zweiten Weltkrieg an Nazideutschland orientierte, verlor es nach dem Krieg weite Teile seines Hoheitsgebietes an die Sowjetunion und geriet mehr und mehr unter russischen Einfluss.  Das gipfelte darin, dass 1947 König Mihai I. seines Amtes enthoben wurde und die Kommunistische Partei zur tonangebenden Kraft in Rumänien wurde. 1965 wurde die “Sozialistische Republik Rumänien” ausgerufen und der schon erwähnte Diktator Nikolai Ceausescu kam an die Macht.  Auch 20 Jahre nach seinem Fall leidet das Land noch immer an den Folgen jahrzehntelanger Diktatur und Fehlwirtschaft dieser Zeit.

Mit der Mitgliedschaft in der EU, die 2007 in Kraft trat, konnten bereits wesentliche Schritte nach “vorne” gemacht werden, wie zum Beispiel die Verbesserung der Infrastruktur, trotz allem bleibt noch sehr viel Verbesserungspotential. Zudem wurde nun schon seit vielen Jahren eine Offensive in Sachen Tourismus gestartet. Besonders in den Karpaten setzt man auf eine Gestalt, die früher von Bram Stoker bekannt gemacht wurde: Dracula.  Neben Dracula, der den Fremdenverkehr in den Karpaten fördert, setzt man sehr gewaltig auf einen Tourismus mit Fokus auf Natur und Kultur. Aber ebenfalls der Urlaub wird zunehmend attraktiver und wird sicher aufgrund preislicher Anziehungskraft zu einer willkommenen Alternative für Sommerurlauber. Wer sich mehr für Kultur interessiert, sollte sich die Moldauklöster, die Kirchenburgen aus Siebenbürgen oder die Holzkirchen in Maramures ansehen – Letztere wurden schon 1999 in die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO aufgenommen.

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