Existenzgründerzuschuss – neue Bewilligungspraxis macht Absage zur Regel

Ein Existenzgründerzuschuss der Agentur für Arbeit war bislang bei Existenzgründern ein besonders begehrtes Zuschussprogramm. Durch die in der jüngeren Vergangenheit stattgefundenen Änderungen der Vergabepraxis, ist dieser Zuschuss aber mittlerweile weitaus schwieriger zu erhalten. Der große Nutzen des Existenzgründerzuschusses bleibt hingegen bestehen. Dieser besteht weiterhin darin as sich mit Hilfe des Existenzgründerzuschusses die einkommensschwache Phase einer jungen Selbständigkeit gut überbrücken lässt, auch wenn das Gesamtbudget für diesen Zuschuss nicht mehr so groß ist wie zuvor. Denn der Zuschuss deckt zumeist alle kosten der privaten Lebenshaltung ab, die der Gründer meist noch nicht aus seinem neuen Unternehmen heraus finanzieren kann. Dementsprechend häufig wurde der Existenzgründerzuschuss in der Vergangenheit beantragt – und auch von der Agentur für Arbeit bewilligt.

Vorteilhaft war für die Existenzgründer, dass es sich beim Existenzgründerzuschuss bisher um einen rechtlich gesicherten Anspruch handelte. D.h. die Bewilligung des Zuschusses war, bei Erfüllung aller geforderten Voraussetzungen, relativ sicher. Dies hat sich nun gründlich geändert. Aus dem Rechtsanspruch wurde eine Ermessensentscheidung. Damit gibt es bei der Vergabe des Zuschusses für die Agentur für Arbeit jetzt einen erheblichen Spielraum für Entscheidungen. Gerade dieser Spielraum scheint momentan recht häufig dazu zu führen, dass ein beantragter Zuschuss abgelehnt wird. Allerdings sollten sich Existenzgründer nicht mit einer standardisierten Absage zufrieden geben. Denn wenn es berechtigte Gründe für eine Ablehnung des Antrages auf Existenzgründerzuschuss gibt, dann müssen diese auch ganz klar und individuell auf diesen Gründer bezogen kommuniziert werden.

 

Unternehmer-Beratung
Andreas Junge
Bröhmkenweg 3
45136 Essen
Tel.: 0201 / 810 909 42

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