Krankheitsbedingte Pflegekosten – steuerliche Maßnahmen

Die Menschen werden immer älter und das Thema Pflege nimmt eine wachsende Rolle in unserer Gesellschaft ein. Denn: Die Pflege eines Bedürftigen, ganz gleich in welchem Umfang, ist nicht nur physisch und psychisch sehr belastend, sondern auch im finanziellen Sinne. Krankheitsbedingte Pflegekosten bringen ebenso viele steuerliche Aspekte mit sich, die von den Betroffenen beachtet werden sollten. Zu diesem Thema informiert Steuerberater Jürgen-Dieter Körnig aus Mannheim.

Zumutbare Belastungen

Nach § 33 ESTG zählen die Pflegekosten zu den außergewöhnlichen Belastungen allgemeiner Art. Ein Teil der Kosten, so sieht es das Gesetz vor, soll jedoch von den Betroffenen selbst übernommen werden. Dieser Eigenanteil nennt sich folglich zumutbare Belastungen. Ausschließlich diese Kosten, die über die zumutbaren Kosten hinausgehen, können als außergewöhnliche Belastungen subtrahiert werden. Der zumutbare Betrag hängt ganz von den Umständen der Person ab, die die Kosten geltend machen möchte. Er richtet sich konkret danach, ob die Person verheiratet ist, ob sie Kinder hat und wie hoch der Betrag ihrer Gesamteinkünfte ist. Für haushaltsnahe Dienstleistungen können ebenfalls Steuerermäßigungen geltend gemacht werden. Für den Anteil, der aufgrund der zumutbaren Kosten nicht berücksichtigt wird, kommt die Steuerermäßigung nach § 35a ESTG für haushaltsnahe Dienstleistungen beziehungsweise Beschäftigungsverhältnisse infrage. Gleiches gilt ebenso für altersbedingte Pflegekosten sowie hauswirtschaftliche Leistungen, die nicht als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden können.
Behinderte Menschen hingegen können für ihre finanziellen Aufwendungen den sogenannten Behinderten-Pauschbetrag erhalten. Er dient der Abgeltung der laufenden Aufwendungen für die Hilfe bei den gewöhnlichen Verrichtungen des Alltages sowie für die Pflege für einen erhöhten Wäschebedarf. Nehmen die Betroffenen diesen Behinderten-Pauschbetrag in Anspruch, können jedoch keine weiteren Pflegekosten mehr abgesetzt werden.

Für offene Fragen und nähere Informationen steht Steuerberater Jürgen-Dieter Körnig in seiner Kanzlei in Mannheim gerne zur Verfügung.

 
Pressekontakt
Steuerberater Jürgen-Dieter Körnig
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