Sichere Anlagen stehen weiterhin hoch im Kurs bei den Investoren

Die Krise in der Eurozone nimmt zwar noch immer kein Ende, doch immerhin hat es inzwischen schon eine Erleichterung mit der erfolgreichen Neubildung eines griechischen Parlaments gegeben. Das schlägt sich auch auf die Stimmung unter den Anlegern nieder, die in den vergangenen Monaten sehr zurückhaltend in ihren Entscheidungen waren, worin sich am besten das Geld anlegen lässt.Jürg Zeltner UBS Wealth Management CEO weiß, wie schwer es selbst in friedlichen Zeiten ist, eine geeignete Geldanlage zu finden: „Die Zahl der Anlage- und Investitionsmöglichkeiten ist bereits heute fast unüberschaubar geworden und wächst täglich an Zahl und Produktvarianten. Gleichzeitig müssen Investitions- und Anlageentscheidungen immer schneller und zeitgleich zu den jeweiligen Marktzeiten getroffen werden, und das vor dem Hintergrund einer weltweiten Verkettung von Informationen, Ereignissen und Märkten.”

Immobilien vor Edelmetallen

Im vergangenen Sommer waren es noch die Edelmetalle, die bei den Anlegern am beliebtesten waren. Dies bescherte beispielsweise dem Goldpreis ein Rekordhoch nach dem nächsten und beinahe wäre die 2000 Dollar Marke pro Feinunze geknackt worden. Der Grund: die Anlage in Edelmetalle gilt als relativ sicher. Während Aktien und andere riskante Investitionsmöglichkeiten eher verschmäht wurden, orientierten sich die Anleger in Richtung Gold oder Silber. Auch schon im letzten Jahr beliebt war die Geldanlage in Immobilien. Diese hat das Edelmetall inzwischen als beliebteste Anlage überholt.

Der Immobilienwahn in Deutschland

In deutschen Großstädten prügelt man sich regelrecht um frei werdende Wohnungen. Das ist kein Wunder, denn eine Wohnung oder ein Haus ist eine perfekte Geldanlage für all diejenigen, die das Risiko scheuen und ihr Geld einfach gut angelegt wissen wollen, ohne damit eine hohe Rendite zu erzielen. Eine Immobilie lässt sich immer gut weiterverkaufen und bis dahin kann man einen ordentlichen Nebenverdienst einstreichen, wenn man sie weitervermietet. Betroffen sind hierbei nur diejenigen, die wirklich nach einer Immobilie als Wohnraum suchen, denn die Preise sind bei der erhöhten Nachfrage enorm in die Höhe geschossen, so dass sich viele Normalverdiener das Leben in den großen Städten gar nicht mehr leisten können.

Aktien weniger beliebt

Wer bei der Krise das absolute Nachsehen hat, sind die Aktien. Diese gelten als relativ riskant und immer mehr Anleger scheuen sich davor, noch ein großes Risiko einzugehen in diesen eher unsicheren Zeiten. Man möchte sein Geld in Sicherheit wissen und auf Renditen wird dabei in vielen Fällen lieber verzichtet. Risikofreudige Anleger hingegen nutzen diese Zeiten und decken sich besonders mit Aktien aus Schwellenländern ein, denen ein großes Potential nachgesagt wird. Das Zeitalter der Aktie ist demnach noch nicht vorbei.

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