Keine Form der privaten Altersvorsorge ist hierzulande so beliebt, wie die Riester Rente. Zu verdanken ist dies nicht zuletzt dem unermüdlichen Werbeeinsatz der Versicherungsunternehmen und auch des Staates. 

Doch ist wirklich alles Gold, was glänzt, oder gibt es etwa auch bei einer so vollmundig angepriesenen Form der Altersvorsorge Haken und Ösen?

Wie der informierte Verbraucher schon fast geahnt hat: es gibt Fallstricke und das nicht zu knapp. Entgegen der immer wieder propagierten Werbung eignet sich eine Riester Rente nämlich beileibe nicht für jeden Sparer.

Wer später einmal seine Rente im Ausland genießen will und dazu seine Bezüge mit einem Riester Vertrag gedenkt aufzustocken, wird spätestens beim Umzug eine böse Überraschung erleben: eine Riester Rente im Ausland zu beziehen, stellt nämlich eine zulagenschädliche Handlung dar, bei der alle jemals erhaltenen Förderungen zurückgezahlt werden müssen.

Eine weitere Falle lauert schon beim Abschluss eines Riester Vertrages, denn die meisten Versicherungsvertreter schwatzen dem unkundigen Laien am liebsten Riester Rentenversicherungen auf. Dass es wesentlich renditestärkere Formen der Riester Rente gibt, erfährt der Verbraucher erst auf Nachfragen.

Das ist auch nicht weiter verwunderlich, verdient ein Vertreter doch an der Vermittlung eines Fondssparplanes oder Banksparplanes bei weitem nicht so viel, wie an einer Riester Rentenversicherung. Dabei sollte eigentlich der Begriff Versicherung schon suggerieren, dass hier bei weitem nicht das gesamte Geld des Anlegers für die private Altersvorsorge eingesetzt wird. Eine Versicherung dient der Definition nach zur Absicherung ausgewählter Risiken und genau dazu wird auch ein Teil der Einzahlungen bei einer Rentenversicherung verwendet. Das führt dazu, dass je nach Versicherung nur noch rund 80 Prozent der Einzahlungen des Versicherungsnehmers für den eigentlichen Vermögensaufbau zur Verfügung stehen, welche dann auch noch wie Lebensversicherungen gerade einmal einen Garantiezins von derzeit 2,25 Prozent aufweisen und das auch nur auf den Sparanteil.

Wer hier richtig vorsorgen will, sollte einen Bank- oder Fondssparplan wählen, denn hier werden – abgesehen von den üblichen Gebühren – alle Einzahlungen des Kunden angespart.