Die teuerste Flüssigkeit, die zu haben ist, ist: Druckertinte. Sie ist teurer als Chanel No 5, als schweres Wasser, Trinkwasser aus dem Eis der Arktis oder sonst eine andere Flüssigkeit auf dieser Welt. Das liegt nicht an der Zusammensetzung, den verwendeten Rohstoffen oder einer aufwändigen Produktionsweise. Es liegt an der Preispolitik der Druckerhersteller. Sie bieten die Geräte recht preiswert an und geben so einen Kaufanreiz. Das dicke Ende kommt beim Kauf des Verbrauchsmaterials, also der Druckertinte. Bei manchen Herstellern kostet ein kompletter Satz Druckertinte fast so viel wie ein neuer Drucker. Langsam beginnt diese Preispolitik jedoch zu bröckeln. Alternative, vom Druckerproduzenten unabhängige Hersteller drängen auf den Markt. Das können sie nur, wenn ihre Druckertinte billiger ist als die der etablierten Druckerhersteller. Diese setzen ihre gesamte Werbemacht dagegen und machen dem Verbraucher weiß, die Druckertinte fremder Hersteller sei nicht geeignet. Sie würde die Düsen verkleben, sie ergibt keine richtige Farbdeckung oder macht Streifen. Epson zum Beispiel versieht seine Druckköpfe, die die Druckertinte beinhalten, mit einem Chip, so dass fremde Druckertinte weder nachgefüllt noch der ganze Druckkopf gegen fremde Produkte ausgetauscht werden kann. Wer clever ist, schert sich nicht um diese Machenschaften der Druckerindustrie und verwendet Druckköpfe von fremden Herstellern oder, noch preiswerter, füllt sie selbst nach.