Do 26 Aug 2010
Verbandlinsen
Abgelegt unter Allgemein ::Unter den zahlreichen Arten von Kontaktlinsen, die heutzutage auf dem Markt zu kaufen sind, gibt es auch solche, die nicht zur Korrektur von Sehschwächen verwendet werden, sondern noch ganz andere Zwecke erfüllen müssen. Neben den farbigen Kontaktlinsen, die als rein kosmetische Linsen gelten, gibt es noch die so genannten Verbandlinsen. Verbandlinsen können zum Beispiel medizinisch indiziert werden, wenn Verletzungen des Auges, genauer gesagt der empfindlichen Hornhaut vorliegen. Verletzungen der Hornhaut können ganz unterschiedlicher Natur sein. Erosionen der Hornhaut können beispielsweise durch glühende Partikel, falsche Handhabung von Kontaktlinsen, oder Fremdkörpern im Auge entstehen. Solche Verletzungen sind sehr schmerzhaft. Verätzungen können in unterschiedlichen Schweregraden bis hin zum Absterben des Hornhautgewebes entstehen, wenn beispielsweise Chemikalien ins Auge eindringen. Auch Verbrennungen bei denen die ganze Epithelschicht der Hornhaut verschorft oder eine vollständige Perforation der Hornhaut können vorkommen und müssen behandelt werden. Schon beim bloßen Verdacht auf eine Perforation sollte das Auge sofort steril abgedeckt werden.
In solchen Fällen, können Verbandlinsen wahre Wunder wirken. Sie fungieren als Verband für das Auge und stellen eine ganz besonders dünne Art von Kontaktlinsen dar. Verbandlinsen dürfen nur vom Augenarzt eingesetzt werden, unterstützen das Auge bei der Heilung und schützen es vor äußeren Einflüssen wie Schmutz oder ähnlichem. Bis zu einem Monat kann eine Verbandlinse im Auge bleiben, danach muss sie zwingend ausgewechselt werden.
Manchmal verwendet man Verbandlinsen auch nach Operationen des Auges. Manche Fehlsichtigkeiten kann man heutzutage mittels Laser beheben. Auch diese Therapie hat letztendlich eine vorübergehende Verletzung des Auges zur Folge und sollte mit Verbandlinsen behandelt werden.




