Fr 13 Apr 2012
Ein Betriebspraktikum ist eine tolle Möglichkeit, um während des Studiums einen Einblick in die Berufswelt zu erhalten und die Theorie in die Tat umzusetzen. Wer darüber hinaus die Zeit für einen Tapetenwechsel nutzen möchte, der sollte darüber nachdenken, das Betriebspraktikum ins Ausland zu verlegen. Länder wie Neuseeland, USA und China haben eine besonders große Anziehungskraft, wer aber nicht einmal um den Globus fliegen möchte, der hat auch in Europa viele Möglichkeiten ein Auslandspraktikum zu absolvieren.
Praktikum in der EU
Die Vorteile an einem Betriebspraktikum innerhalb der EU, sind neben der kurzen Entfernung, die unkomplizierten Einreiseregelungen und Visabestimmungen. So benötigt man weder eine Einreisebewilligung noch ein Arbeitsvisum, in einigen Ländern wird es lediglich verlangt, seine Anwesenheit anzumelden, wenn der Aufenthalt länger als 3 Monate andauert. Ebenso ist es nicht nötig eine Auslandsreiseversicherung abzuschließen. Allerdings sollte man sich eine Auslandversichertenkarte bei seiner Krankenkasse beantragen und sich über die Eigenheiten der medizinischen Vorsorge in dem Wunschland informieren. So ist es beispielsweise in England nur möglich, sich in der Praxis eines Allgemeinmediziners registrieren zu lassen, wenn man schon länger als sechs Monate im Land ist. Dies bedeutet nichts anderes, als dass man ansonsten im Krankheitsfall, egal ob es um einen kleinen Husten oder ein gebrochenes Bein geht, die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses ansteuern muss.
Bewerbung um ein Auslandspraktikum
Nun steht am Beginn der Planung eines Auslandspraktikums, die Organisation des Praktikumsplatzes. Immer mehr Online Jobbörsen bieten Praktikumsplätze im Ausland an, aber oftmals kann es sich auch lohnen, die Unternehmen direkt und initiativ zu kontaktieren. Eines braucht man in jedem Fall, Ausdauer. Um die Erfolgswahrscheinlichkeit zu erhöhen braucht man aber nicht nur viele, sondern vor allem gute Bewerbungen. Die Praktikumsbewerbung sollte natürlich in der Landessprache verfasst werden. Darüber hinaus sollte man sich genausten darüber informieren, wie die schriftliche Bewerbung in dem jeweiligen Land aufgebaut wird und welche Eigenheiten sie besitzt. In der Regel müssen die Zeugnisse übersetzt werden, dies liegt nicht nur an der Sprache, sondern auch daran, dass sich die Notenskalen von unseren unterscheiden können. So ist in Schweden eine 1 beispielsweise eine 6.
Die Unterkunft
War die Bewerbung erfolgreich, heißt es, sich eine Unterkunft zu organisieren. Wird diese nicht vom Arbeitgeber gestellt, muss man wohl oder übel auf eigene Faust suchen. Die üblichen Wohnformen sind WGs, Gastfamilien, möblierte Apartments oder Jugendhotels. Auch für die Wohnungssuche im Ausland gibt es zahlreiche online Plattformen, es ist aber auch nicht unüblich, erst vor Ort nach einer Wohnung zu suchen und sich solange in einem günstigen Hotel einzuquartieren. Erste Anlaufstelle sollten die schwarzen Bretter an den Universitäten und Schulen sein.
Egal wo das Betriebspraktikum stattfindet, einen Vorteil hat immer der, der sich ausreichend über das Land und dessen Eigenheiten informiert hat.
Autorin: Sabine Zagar




