Eine Schule für Alle?!

In der Bundesrepublik Deutschland existiert seit langem eine Schulpflicht für Kinder ab 5 beziehungsweise 6 Jahren, wobei das sogenannte Homeschooling nicht erlaubt ist. Allerdings gibt es in den 16 Bundesländer auch 16 unterschiedliche Schulsysteme. Zunächst besuchen alle Kinder die Grund- oder Primarschule. Je nach Bundesland werden hier 4 bis 6 Jahre verbracht. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Zeit, ist der Besuch einer weiterführenden Schule notwendig. Diese Schulen besitzen unterschiedliche Namen: in Sachsen-Anhalt wird die Bezeichnung “Sekundarschule” gebraucht, wohingegen es z.B. in Stuttgart oder Köln nur eine Gesamtschule gibt. Je nach Regelung im einzelnen Bundesland gibt es auch die Möglichkeit direkt nach der Grundschule das Gymnasium zu besuchen.


Neben diesen Schularten gibt es auch noch die Hauptschule. Diese Schulart existiert jedoch nicht mehr in allen Bundesländern. Sie wurde teilweise abgeschafft, durch erweiterte Realschulen ersetzt oder mit der Realschule zu dem Schultyp “Sekundarschule” zusammengelegt, wie es in Bremen und Sachsen-Anhalt der Fall ist. Nach 9 Schuljahren besuchen die Schüler dann eine allgemeinbildende Schule, auch Sekundarstufe I genannt. Anschließend muss man der Berufsschulpflicht nachkommen. Diese ist aber bereits durch den weiteren Besuch einer Sekundarschule oder eines Gymnasiums erfüllt. In Hannover gibt es zum Beispiel allgemeinbildende, berufsbildende und Förderschulen, aber auch eine International School, sowie Privatschulen und Internate. Letztere sollen die Lernbereitschaft steigern. Für Kinder mit Lernbehinderung oder -problemen, aber auch für Hochbegabte gibt es eine spezielle Schule, nämlich die Förder- oder Sonderschule. Nach erfolgreichem Abschluss von 12 oder 13 Jahren Schule kann man mit Fachhochschulreife oder Abitur eine Hochschule besuchen und studieren. Politiker stellen sich immer häufiger die Frage nach dem “richtigen” Schulsystem. So hat sich zum Beispiel das Land Niedersachsen dazu entschlossen gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung ein Bildungsbündnis zur Steigerung der Qualität der Schulen in Deutschland einzugehen, wobei der Kultusminister Bernd Busemann (CDU) die Meinung, dass das Schulsystem in Niedersachsen sehr gut sei, kund tat. Die Überlegung ein zweigliedriges Schulsystem einzuführen, wurde aber bisher nicht verworfen.

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