Hochzeitsbräuche – einmal um die ganze Welt

Am Hochzeitstag sollen die zahlreichen und unterschiedlichen Bräuche für ewige Liebe, Glück, Gesundheit und Wohlstand sorgen. Nicht nur in Deutschland kennt man die verschiedensten Arten einem Brautpaar Glück zu wünschen, auch überall sonst auf der Welt feiert man die Hochzeit auf ganz unterschiedlicher Weise.
Lassen Sie sich, frei nach dem Motto „andere Länder, andere Sitten“, in fremde Länder entführen und lernen Sie die ungewöhnlichen Bräuche und Sitten der verschiedenen Länder kennen.

Hochzeitsbräuche in Afrika
Afrikanische Hochzeiten sind immer sehr farbenfroh und lebendig – und doch sehr unterschiedlich.
Die Eheschließung in Afrika ist ein ganz besonderes Ereignis und eine aufwendige Zeremonie. Es ist nahezu unmöglich die Vielfalt an Hochzeitstraditionen auf einen Blick zusammenzufassen.
Die Gemeinsamkeiten bestehen darin, dass eine Hochzeit ein großes Ereignis ist, dass zwei Familien vereint und dass die Gewänder afrikanischer Bräute immer bunt und immer unterschiedlich sind. Das Schminken der Braut mit Henna ist ein weit verbreiteter Brauch und vor allem der aufwendige Schmuck der Bräute ist ein zentrales Element afrikanischer Hochzeiten.
So fängt die Hochzeitszeremonie in Kenia mit den Worten “Möge Gott Dir viele Kinder schenken” an. Dabei spuckt der Vater der Massai-Braut mit Milch seinen Segen für das Paar auf deren Kopf und Brust. Dann macht sich die junge Braut auf den Weg zu ihrem Bräutigam, einem von den Eltern ausgewählten, unbekannten und meistens älteren Mann. Dort angekommen wird sie von den weiblichen Verwandten mit Beleidigungen empfangen. Wie sie mit dieser Beleidigung umgeht, soll zeigen, wie sie Herausforderungen in der Ehe meistert.
Ganz anders wird das Heiratsritual für die Braut bei den Suaheli vollzogen. Vor der Zeremonie gibt’s für die Braut ein Verwöhn Programm mit Kokosnussöl und Sandelholz. Ihre Haut wird an Armen und Knöcheln mit Henna-Mustern bemalt. Danach wird sie von einer älteren Frau des Stammes über die Vorzüge und Pflichten der Ehe aufgeklärt. Am Tag der Hochzeit lüftet der Bräutigam den Schleier seiner Braut – und sieht deren Gesicht oft zum ersten Mal. Die eigentliche Hochzeit wird in einer Moschee besiegelt, an der nur Männer teilnehmen dürfen.
In Niger kann es schon mal vorkommen, dass sich zwei Männer in eine Frau verlieben. Die Braut wird von beiden heiß umworben, entscheidet jedoch selbst wer ihr Zukünftiger wird. Der andere geht aber nicht leer aus, er ist weiterhin willkommen, wenn die Braut möchte, auch im Bett…
In Südafrika ist die Hochzeitfeier in drei Phasen, die mehrere Jahre dauern können, eingeteilt. Die erste Stufe ist die Verhandlung über die Hochzeit, sprich die Vergütung für die Braut, die in Ratenzahlung in Form von Geld und Viehbestand geleistet wird. In der zweiten Stufe von zweiwöchiger Dauer lernt sie von älteren Frauen die Aufgaben einer guten Ehefrau. Die dritte Phase startet am Tag ihrer Vermählung. Sie trägt eine Decke, die sie für den Rest ihres Lebens bei speziellen Anlässen immer wieder umlegen wird. Wirklich verheiratet ist die Braut jedoch erst, wenn sie ihr erstes Kind bekommt und damit endet die dritte Phase.

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