Die Prinzen – Die neuen Männer

die-prinzen.jpgVon neuen Männern, Monstern und anderen Anstrengungen des Lebens

Die Prinzen legen mit dem Album „Die neuen Männer“ einen weiteren Meilenstein ihrer Karriere vor

Blaues Blut gibt es wie Sand am Meer – DIE PRINZEN gibt es nur einmal. Das Septett aus Leipzig hat sich mit seinen eingängigen Popsongs längst einen Spitzenplatz in der Oberliga der deutschen Musikszene erarbeitet. Songs wie “Küssen Verboten”, “(Ich wär’ so gerne) Millionär”, “Du musst ein Schwein sein” oder “Alles nur geklaut” haben buchstäblich die Spatzen von den Dächern gepfiffen. Nach einer kreativen Pause bringen die Prinzen jetzt das Album „Die neuen Männer“ heraus.

„Sie haben Macht und spielen besser Fußball, schreiben Geschichte und fliegen in das Weltall“ heißt es in der neuen Single „Frauen sind die neuen Männer“ der Prinzen. Ja, es geht eine Angst um in Deutschland – zumindest bei einigen Herren der Schöpfung. Wohin man auch schaut, überall sind die Frauen auf dem Vormarsch. Jahrhunderte alte Domänen der Männer werden im Sturm genommen – nicht nur im Fußball. Und was bei manchen immer noch – hinter verächtlichem Spott getarnt – Furcht vor der Gleichberechtigung des weiblichen Geschlechts hervorruft, ist längst Realität.
„Starke Frauen sind etwas Wunderbares. Wir sind doch nicht mehr in den Zeiten von Theodor Fontane, wo Effi Briest ihren Ehemann vorgesetzt kriegt. Frauen sind inzwischen längst in der Lage, ihre Lebensentscheidungen selbst zu fällen“, erklärt Sebastian Krumbiegel. „Es gibt sehr viele Frauen, die endlich dahin kommen, wo sie schon lange hingehören. In hundert Jahren redet wahrscheinlich kein Mensch mehr darüber, aber heute ist es offensichtlich ein Thema, das viele beschäftigt.“

In gewisser Weise ist der Song „Frauen sind die neuen Männer“ wohl auch eine ironische Replik auf die achtziger Jahre, denn der gesellschaftliche Vormarsch der Frauen war seinerzeit eher feministischer Wunschtraum und die damit verbundene neu zu definierende Aufgabenverteilung zwischen Mann und Frau für die meisten noch undenkbar. „Es geht darum, dass jeder Mensch das Recht hat, das tun zu dürfen, was er am Besten kann“, meint Tobias Künzel. „Wenn eine Frau über Führungsqualitäten verfügt, dann soll sie auch die Chance bekommen, diese zu beweisen. Und wenn ein Mann damit glücklich ist, seine Kinder zu erziehen, sollte er genauso die Chance dazu haben.“

Mit ihrer Single „Frauen sind die neuen Männer“ ist es den Prinzen wieder einmal gelungen, ein brennendes Thema in einen ebenso eingängigen wie humorvollen Popsong zu gießen. Vier Jahre nach ihrem letzten Studio-Album „HardChor“ knüpfen die Leipziger damit nahtlos an ihre großen Erfolge an und zeigen ihre unverwechselbare Handschrift, die ihnen im Lauf der Jahre über ein Dutzend Goldener und ein halbes Dutzend Platin-Schallplatten einbrachte.

Die Prinzen waren Anfang der 90er Jahre zu Beginn ihrer Laufbahn die Überraschung auf dem plötzlich gesamtdeutschen Musikmarkt und mit ihren melodisch einprägsamen, textlich kritischen und witzigen sowie nicht zuletzt hervorragend arrangierten und produzierten Songs bringen sie auch 2008 wieder einen kräftigen frischen Wind in die ansonsten recht eintönig gewordene Poplandschaft.

Ihre ungebrochene Fähigkeit, alltägliche Begebenheiten oder kleine und große menschliche Schwächen in ebenso amüsante wie treffend formulierte Popsongs umzumünzen, ist schlicht beeindruckend. So ist der Song „Be Cool, Speak Deutsch“ ein augenzwinkernder und dennoch auf den Punkt kommender Kommentar zum „Denglisch“-Trend in unserer Sprache. In dem Song „Monster“ nehmen die Prinzen genüsslich menschliche Lethargie und den Hang, die Schuld immer auf andere zu schieben, aufs Korn. Das skurrile Lied „Immer anderer Meinung“ könnte von dem Film „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ mit Elizabeth Taylor und Richard Burton inspiriert sein, während das poppige „Biste dabei“ die Sehnsucht nach einem spannenden und aufregenden Leben formuliert.

„Im Gegensatz zu früher haben wir uns diesmal viel Zeit für das Songschreiben und die letztliche Songauswahl gelassen“, erklärt Wolfgang Lenk. „ Dabei ist es sicher nicht leichter geworden, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, denn mit zunehmendem Alter wird die Persönlichkeit jedes Einzelnen gefestigter“, wendet Sebastian Krumbiegel ein. „Aber wir haben uns die notwendige Zeit genommen, alle Songs zu diskutieren. Dabei waren Verbesserungsvorschläge willkommen, auch wenn es durchaus schwierig ist, es am Ende sieben Leuten Recht zu machen.“

Als Co- Autoren für die Songs ihres neuen Albums verpflichteten die Prinzen u.a. langjährige Weggefährten wie Annette Humpe oder Steve van Velvet und mit Mousse T., Stavros Ioannou, Nils Ruzicka, Jan „Vd3“ van der Toorn und Hans-Martin Buff (dem langjährigen Toningenieur von Prince) auch ein neues Produzenten-Team. „Dieses Team war nicht zuletzt bei der Songauswahl ein gutes Korrektiv“, erklärt Tobias Künzel. „Sie halfen uns sehr bei den jeweiligen Entscheidungsfindungen. Die Aufnahmen, die zumeist in den Peppermint-Studios stattfanden, waren von einer sehr kreativen Atmosphäre geprägt.“

Zusammen mit dem internationalen Produzenten-Team um Mousse T. entwickelten die Prinzen auch die abwechslungsreichen und ausgefeilten Arrangements, die mitunter an die legendäre Motown-Ära oder an Filmsoundtracks aus den 60er Jahren erinnert. „Wir mögen diese Sounds aus den 60ern“, gesteht Sebastian Krumbiegel, „aber wir wollten auch, dass das Album modern und nach 2008 klingt.“ Aufbauend auf den Vokalarrangements von Wolfgang, Sebastian und Tobias ist den Prinzen ein ebenso modernes wie zeitlos klingendes Soundgewand gelungen.

Ein großes Plus der Leipziger ist die Kritikfähigkeit sich selbst gegenüber. Der enorme Erfolg der vergangenen Jahre führte nicht dazu, „sich einlullen zu lassen“, wie Sebastian Krumbiegel anmerkt. „Wir haben uns in den letzten Jahren immer wieder neu erfunden. So haben wir beispielsweise mit akustischen Instrumenten und klassischen Orchestern experimentiert und sind damit in Theatern und Opernhäusern aufgetreten.“, ergänzt Tobias.
Die Prinzen waren übrigens die erste deutsche Band, der es gelang, unter anderem die streng bewachten Pforten der Dresdner Semper- Oper für ein Pop- Konzert zu öffnen. Durch die ständige Suche nach neuen Ideen gelang ihnen immer, sich ihre Kreativität zu bewahren.

Das hat sich offensichtlich beim neuen Album ausgezahlt, denn in punkto musikalischer und textlicher Qualität sind die vierzehn Songs durchweg Volltreffer. Das gilt für das spöttische „Be Cool, Speak Deutsch“ genauso wie „Warum ausgerechnet ich“, das gekonnt Selbstmitleid ironisiert. Das gilt auch für das subversive „Nr. 1“ (das nicht von ungefähr an eine der schlechtesten deutschen Werbespots aller Zeiten erinnert) wie für das heitere und nur auf den ersten Blick fatalistische „Leben strengt an“.

Ja, das Leben ist mitunter anstrengend, aber mit den neuen Songs der Prinzen macht es auf jeden Fall auch eine Menge Spaß.
Quelle: Sony BMG
Die Prinzen sind:
Sebastian Krumbiegel, Gesang
Tobias Künzel, Gesang
Wolfgang Lenk, Gesang
Henri Schmidt, Gesang
Jens Sembdner, Gesang
Mathias Dietrich, Bass
Ali Zieme, Schlagzeug

VÖ: 26.09.2008
88697276402
www.amazon.de

27.09.2008 Recklinghausen Paulaner Club
28.09.2008 Dessau Anhaltinisches Theater

Die Prinzen im TV:
28.09.2008 MDR Musik für Sie
03.10.2008 RTL 2 Tag der Deutschen Einheit
07.10.2008 RBB ZIBB
10.10.2008 NDR Aktuelle Schaubude
11.10.2008 NDR DAS!
13.10.2008 MDR Hier ab 4
15.10.2008 München tv Szene München
02.11.2008 ZDF Kult am Sonntag

Weitere Infos:
www.dieprinzen.de
www.sonybmg.de
www.ariola.de

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