Willkommen im Irrenhaus, Foto: © Franz Karafka/André "Enne" Graf

Willkommen im Irrenhaus – FRANZ KARAFKA veröffentlichen 3. Album

“Man sucht für eine Band nicht die besten Instrumentalisten, man sucht Instrumentalisten, die zusammenpassen und etwas Einzigartiges bilden“, resümierte einst Rockmusikant Bruce Springsteen in seiner Autobiographie “Born to Run“. Diese Erkenntnis ist unwiderlegbar und erklärt offenkundig das Zusammenfinden vieler bedeutender, großartiger Bands und ihrer charakteristischen Musikstile.

Nun, nach zwei abwechslungsreichen, extravaganten Studio-Alben der Rockband FRANZ KARAFKA, lassen sich die vier Instrumentalisten und Musiker aus Nordhausen mit ihrem neuen – und dritten -Album entspannt in dieses Fach einordnen: Einmaliges Klangbild.

Und das liefern sie auf ihrem aktuellen Album “Willkommen im Irrenhaus“ mit einer hörenswerten 18-Titel-Parade eindrucksvoll ab. Nach einem mehrsekundigen Opener, der launig auf den ersten Song einstimmt, folgt – thematisch anknüpfend – der erste Kracher: “Frauen“. Mit diesem tanzwütigen Stück definieren die Karafka’s ihren ganz individuellen Spielwitz aus Thüringens Funk und Nordhausens Gloria: ein stilsicheres Potpourri aus Level 42 und George Clinton, worauf im Zwischenteil dann überraschende Anspielungen auf Queen’s “Bohemian Rhapsody“ auftauchen. Wer mittels der hartnäckigen Basslinie ins Schwitzen kommt, findet schnell wieder Ruhe, sobald die ersten Töne des Songs “Der letzte Joint“ erklingen. Das epische Werk hat es aus dem ersten Album in einer grandiosen Neubearbeitung auf das aktuelle Album geschafft. Zu recht und Gott sei dank. Schnappatmung und Taschentücher sind während des Hörens garantiert. Für den großen Moment sorgt der hervorragende Gastsänger DIRK ZÖLLNER, der diesem Song sowohl mit seiner klugen Dichtkunst als auch mit seinem musischen Charisma, zusammen mit Karafka-Sänger TONI DROBNER, eine erhebende Existenz verschafft.

Das Ganze wiederholen Zöllner und Drobner Minuten später mit dem Titel “Der Hund von nebenan“. Diese Ballade mit gesellschaftskritischem Tiefgang hat es wirklich in sich. Angenehm, dass zwischen jenen intensiven Werken lebensfreudiges und bekömmlicheres Material angeboten wird: die Schritttempo-Disco-Boogie-Ska-Nummer “Wenn ich liegen bleibe“, die rockige Uptempo-Nummer “Auf die Gesundheit“ und der stimmungsvolle, folkloristische, poppige Rock-Song “Liebling, ich hab dir das Bier aufgemacht“. Ergänzend dazu der Stampf-Maschinen-Beat-Song “Na wer denn wohl…“, der mit seiner Gassenhauer-Synthesizer-Melodie und elektronischer Gitarrenriffs so herrlich an Jeff Lynne’s Electric Light Orchestra erinnert.

Weitere fabrikfrische und interessante Produktionen des Longplayers wurden mit anderen ausgewählten und aufgearbeiteten Songs (unter anderem “Mein Sohn“ und “Der graue Star“), aus den zwei – zuvor veröffentlichten – Alben gespickt, die sich mit ihren Geschichten, abgestimmt auf das aktuelle Material, gut in das gegenwärtige Album einfügen.

Auf dem neuem Werk spielen FRANZ KARAFKA ihre umfangreiche, musikalische Bandbreite aus. Singen über Liebenswertes, über Lebensfunken, die Verantwortung, das Sein und die Zuversicht. Texten über Alkohol, Verderben, Böswilliges, Diffamierung, Achtlosigkeit, Abgestumpftheit und Gespenster der Gegenwart: “Willkommen im Irrenhaus“.

Nach abwechslungsreichen Songs verschiedener Genres mit den Karafka-Bandmitgliedern JENS WACKERHAGEN und ANTHONY NEBE, Frontmann TONI DROBNER, weiterer Gast-Instrumentalisten und bereichender Chorgesänge, sowie der Produktionssignatur des Bandchefs STEFFEN ZICKENROTT, verabschiedet sich der Longplayer wehmütig mit dem namensgebenden Titelsong, dem konzepttreu noch eine vergnügliche, musikalische Poente folgt.

Funfact: Mit einer 69-Minuten-Gesamtspielzeit weist das Album Überlänge auf und praktiziert somit das Konzept der Nachhaltigkeit, denn die Spiellänge einer standardisierten 74-Minuten Audio-CD wird nahezu effizient ausgenutzt. Viele Album-CDs kommen mit einer weit geringeren Spiellänge von maximal vierzig Minuten aus den Presswerken. Für Fans und Konsumierende der Band ein willkommener Mehrwert mit ausgiebigem Ohren-Material.

(Quelle und Text: audioway MUSIC & MEDIA)

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