Helmy Fromms Geschäft in Kirdorf besteht seit 160 Jahren

Das Team und die Familie von Modehaus Braun heute: Im Mittelpunkt Senior-Chefin Edeltraud Wehrheim, geborene Braun (hinter ihr Helmy Fromm).Auf die Frage, ob jemand das Modehaus Braun kennt, gibt es zwei Antworten. Die einen sagen: „Nie gehört, in Kirdorf soll das sein?“ In diesem Fall muss es sich um Nicht-Kirdorfer handeln, die dringend eine Wissenslücke schließen sollten. Die alternative Antwort, die man auch weit über Kirdorfs Grenzen hinaus zu hören bekommt, lautet: „Modehaus Braun? Du meinst die Helmy!“, und prompt bekommt der Befragte strahlende Augen.

Das ist es, was Helmys Modeladen so besonders macht: Die Kunden fühlen sich in dem alteingesessenen Geschäft nicht nur kompetent beraten, sondern auch liebevoll umsorgt und mit ihren privaten oder figurtechnischen Problemen ernstgenommen. Bei Helmy Fromm geht niemand mit schlechter Laune raus.

Manche kommen seit Jahrzehnten nach Kirdorf, um sich schick einzukleiden. So wie Ellen Jethon, die schon in den 1950er Jahren bei Helmys Großmutter Wilhelmine Kurzwaren gekauft hat: „Alles, was ich oben drüber trage, ist von hier“, erzählt die stark sehbehinderte Dame, die zum Jubiläum einen Blumenstrauß bringt und darauf vertrauen kann, dass sie hier Kombinationen erwirbt, in denen sie „richtig flott“ aussieht. Auch Gerti Hirschbach kommt regelmäßig aus Oberursel: „Wo gibt’s sonst so eine Auswahl und so einen Service?“ Die beiden gehören zu den vielen Stammkunden, die auf das Geschäft schwören und neue Kunden mitbringen. Hier einzukaufen ist ein Erlebnis.

Helmy Fromms zwar sehr direkte, aber stets herzliche Art, die ehrliche Beratung und der familiäre Umgang mit Kunden und Mitarbeitern sind ein Teil des Erfolgs. Der andere ist das große Sortiment: „Wir haben die größte Hosenauswahl im Kreis, für alle möglichen Beine und Popos; von ganz schmal bis Größe 56–58. Allein deshalb kommen Kunden von ganz weit her zu uns“, erzählt die Chefin, die den Laden von ihrer Mutter Edeltraud Wehrheim, geborene Braun, übernommen hat und in vierter Generation führt.

Ihr Ur-Ur-Großvater August Stein hatte das Geschäft 1856 in der Bachstraße als Strumpfwirkerei für seine Tochter gegründet. Wenige Jahre später zog man in größere Verkaufsräume in der Hauptstraße 17 um, wo das Modehaus nach Neubau und Erweiterungen (zuletzt 2005) jetzt über 200 Quadratmeter Verkaufsfläche hat, zu denen es barrierefreien Zugang gibt. Zum Rundum-Service gehören die regelmäßigen Modeschauen – mit Kaffee und Kuchen, versteht sich: heute um 10.30, 13 und 15.30 Uhr sowie am 26. Oktober.

So richtig in ihrem Element ist Helmy Fromm auch, wenn es um Familie geht: Mutter Edeltraud, Sohn Felix, Enkelin Kim-Kara und Schwiegertochter Xiaoqing, die extra eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau absolviert hat. „Sie ist die Tochter meines Herzens“, strahlt Fromm. Im Laden wie beim Wareneinkauf sind die beiden Frauen einer Meinung, weshalb die Zeichen für eine fünfte Generation starker Frauen im Geschäft sehr gut stehen. Auch zur Familie ihres Bruders, den drei langjährigen Mitarbeiterinnen im Verkauf und den Änderungsschneiderinnen („meine Professorinnen der Nadel“) pflegt Hedy Fromm ein inniges Verhältnis, so dass es nicht übertrieben ist, wenn sie sagt: „Wir sind alle eine große Familie.“Lesen Sie mehr auf:sexy abendkleider | abendkleider hamburg

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