So reagieren Menschen auf Beziehungskrisen

In alten Zeiten stellte eine Ehe meist eher eine Zweckbeziehung dar. Durch die Verbindung zweier Menschen wurde entweder die Macht von zwei Königshäusern gefestigt oder das Zusammensein diente dem simplen wirtschaftlichen Überleben. Durch diese Zweckbindung war eine Trennung eher undenkbar. Eine Scheidung konnte sogar zur Gründung einer eigenen Kirche führen, wenn der Papst dieser nicht zustimmte. Das zeigte sich am Beispiel von England. Doch seitdem Beziehungen eher aus Liebe eingegangen werden, sieht es mit den Trennungen etwas anders aus.

Ein Großteil der heute eingegangenen Beziehungen wird wieder beendet. Dieses traurige Ende zeichnet sich meist schon in einigem Abstand am zeitlichen Horizont ab. Wenn zumindest ein Partner in diese Phase eintritt, dann ist es äußerst spannend zu beobachten, wie diese Person auf das näher rückende Ende reagiert. Eine Trennung stellt aus dieser Sicht einen langfristigen Prozess dar, der verschiedene Archetypen unterscheiden lässt.

Manchmal kann das Beenden der Beziehung eher passiv aggressiv erfolgen, indem so viel am Partner rumgenörgelt wird, bis auch dieser es nicht mehr aushält. In anderen Fällen werden die Probleme eher direkt angesprochen. Es ist jedoch immer von Vorteil wenn die archetypischen Reaktionen zumindest ungefähr bekannt sind. So kann der Partner, welcher noch an die Fortsetzung der Beziehung glaubt, zumindest noch einen letzten Rettungsversuch unternehmen.

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