Beim Abschluss einer Autoversicherung lohnt immer ein genauer Blick

Autobesitzer zahlen in Deutschland im Durchschnitt 244 Euro pro Jahr für ihre Kfz-Haftpflichtversicherung. Zusätzlich sind es 88 Euro für die Teilkasko und ganze 305 Euro für die Vollkaskoversicherung. Interessant aber ist im Wesentlichen, was der Kunde dafür bekommt. Auffallend ist hierbei, dass es gerade bei den Kaskotarifen sehr große Unterschiede beim Leistungsumfang gibt. Aber auch bei der Kfz-Haftpflicht sollte vor einem Abschluss ein genauer Blick auf das doch so verlockende Angebot geworfen werden. Denn einige Tarife bieten eine kostenlose Deckung für Mietwagen im europäischen Ausland, wenige bieten diese sogar auch dann, wenn der Kunde sich in einem außereuropäischen Land ein Auto mietet. Andere Angebote wiederum haben einen solchen Schutz überhaupt nicht vorgesehen.
Wichtig ist es ebenfalls darauf zu achten, dass die Autoversicherung eine günstige Einstufung für Fahranfänger oder für Zweitwagen bietet, was leider nicht bei jedem Versicherer gang und gäbe ist. Nicht selten sind zudem durchaus sinnvolle Zusatzleistungen, wie eine Fahrerschutzversicherung oder ein Auslandsschadenschutz nicht einmal gegen Aufpreis zu haben.
Im Bereich der Kaskoversicherung kann es in wenigen Fällen vorkommen, dass selbst ein preiswerter Basistarif den erweiterten Wildschaden anbietet, also nicht nur bei Unfällen mit Haarwild zahlt, sondern mit allen Tieren. Für gewöhnlich gibt es das nur bei teuren Komfort- oder Premiumtarifen. Zu großen Unterschieden kommt es auch bei der Neupreisentschädigung. Während einige Anbieter nach Diebstahl oder Totalschaden nur in den ersten drei Monaten nach der Erstzulassung den Neuwert des Autos ersetzen, verlängern andere Versicherer diese Frist auf bis zu 24 Monate. In der Regel deckt erst ein genauer Blick in die jeweiligen Vertragsbedingungen unerwartete Leistungsunterschiede auf. Am häufigsten ist das der Fall bei Kaskoangeboten, die den Verzicht auf den Einwand bei grober Fahrlässigkeit enthalten. Hier zahlt die Autoversicherung auch dann, wenn der Kunde grob fahrlässig einen Schaden verursacht, immer unter der Voraussetzung, dass er nicht unter Alkohol oder Drogen stand oder grob fahrlässig den Diebstahl des Autos ermöglicht hat. Andere Versicherer machen aber noch weitere Ausnahmen, zum Beispiel wenn der Versicherungsnehmer während der Fahrt am Steuer mit dem Handy telefoniert hat. Diese und andere Feinheiten machen den Unterschied und ein am Anfang gedachter günstiger Tarif kann sich am Ende als viel teurer herausstellen.

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