Neue 450-Euro-Regelung

In seiner 903. Sitzung hatte der Bundesrat am 23. Dezember 2012 der Minijob-Reform zugestimmt, wonach der Bundesrat entsprechend den Empfehlungen der Ausschüsse nicht gefolgt war und den Vermittlungsausschuss nicht angerufen hat. Dadurch war es möglich, dass die geplanten Änderungen den Minijob betreffend umgesetzt werden konnte, die zum 1. Januar 2013 in Kraft getreten sind. Die wichtigste Neuerung für die Arbeitnehmer war dabei, dass sich die Höhe des Entgelts bis auf 450 Euro erhöhen darf und man erst dann sozialversicherungspflichtig ist.

Anhebung der Pflichtversicherungsgrenze

Allerdings ist es von diesem Betrag auf bis zur Pflichtversicherungsgrenze noch ein ganz schönes Stück. Das heißt bis zu der Grenze, dass sich ein Arbeitnehmer selbst in der PKV versichern darf, muss man schon noch einiges mehr an Einkommen vorweisen können. 2013 wurde die Grenze auf 52.200 Euro erhöht, wobei sie 2012 noch bei 50.850 Euro lag und im Jahr 2011 49.500 Euro betrug. Das ist auf den ersten Blick nicht viel, im Monat sind das aber immerhin 4.350 Euro brutto, die man verdienen muss, um der PKV beizutreten. Im Jahr 2014 wird sich dieser Betrag weiter erhöhen.

Nettoeinkommen nicht entscheidend

Für die Arbeitnehmer, die schon am 31. Dezember 2002 bzw. schon früher Mitglied der PKV waren, galt für 2012 indes die geringere Pflichtversicherungsgrenze von 45.900 Euro (also von 3.825 Euro brutto im Monat). Wer diese Voraussetzung bisher erfüllt, der kann nur in die GKV zurück, wenn er weniger verdient. Was netto unterm Strich letztlich herauskommt, ist unerheblich, wobei viele Arbeitnehmer auch die eine oder andere Lohnpfändung direkt auf dem Lohnkonto haben.

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