Richtig abgesichert

Die Diskussion bei Lebensversicherungen wird schon jahrzehntelang geführt, welche Variante die geeignete sei. So schlossen in den letzten Jahre tausende eine Kapitallebensversicherung ab, obwohl diese Form einige Nachteile mit sich bringt. Nicht selten war für den Abschluss einer solchen Versicherung das Argument, man wolle etwas für seine Altersvorsorge tun. Eine Kapitallebensversicherung macht eigentlich nichts anderes, als einerseits den Todesfall abzusichern und zum anderen aber auch ein Vermögen aufzubauen. Aus diesem Grund fließen Teile der Einzahlungen in die Versicherungsleistungen, damit der oder die im Vertrag genannte begünstigte Person die Versicherungssumme im Todesfall erhält. Der andere Teil fließt ganz einfach in die Geldanlage. Wie Sie sich nun sicherlich noch denken können, möchte die Versicherungsgesellschaft dabei auch noch etwas mitverdienen. Diese Kosten holt sich die Versicherung aus den eingezahlten Beiträgen, so dass letztlich wiederum nur der Teil in den Vermögensaufbau fließt, der nach allen Kosten und Versicherungsgebühren übrig bleibt. Auf diesen Sparanteil werden dann Zinsen gezahlt, die einheitlich über den Garantiezins geregelt sind. Dieser liegt seit 2007 bei 2,25 Prozent für alle neuen Verträge. Kurzum: Derzeit erreicht man mit vielen Tagesgeldkonto-Angeboten eine deutlich bessere Rendite, wenn man Geld auf eine sehr sichere Art und Weise ansparen will. Da dann aber die Risikoabsicherung für den Todesfall fehlt, empfiehlt sich der Abschluss einer Risikolebensversicherung. Genau diese Versicherung sichert den Todesfall ab, ist aber deutlich günstiger als eine Kapital-LV, da eben keine Beiträge in eine Geldanlageform fließen. Auf diese Art und Weise trennt man Versicherung und Geldanlage. Dies empfiehlt sich aus dem Grund, da man hierbei deutlich flexibler bei dem Versicherungsvertrag ist. Denn: Wer eine Kapital-LV einmal abgeschlossen hat und diese vorzeitig kündigt, der geht üblicherweise mit recht hohen Verlusten aus dem Vertrag. Wer hingegen die beiden Sachen wie beschrieben voneinander trennt, der bekommt vielleicht nicht unbedingt die Risikoabsicherung zum kleinen Preis. Doch der nicht zu vernachlässigende Vorteil ist eben, dass man sich durch einen etwas höheren Preis deutlich mehr Flexibilität erkauft. So kann man mit dem anzusparenden Geld auch in andere Geldanlageformen wechseln oder auch einmal Teile davon entnehmen, wenn man einmal knapp bei Kasse ist und eigentlich einen Kredit bräuchte.

In diesem Zusammenhang bei der Todesfallabsicherung kann man noch die Sterbegeldversicherung erwähnen. Diese empfiehlt sich in wenigeren Fällen. Hintergrund ist der, dass mit steigendem Lebensalter natürlich auch der Einstieg in eine Risikolebensversicherung teurer wird. Hat man Zeit seines Lebens nur wenig oder gar kein Geld angespart, was den Angehörigen nach dem Tod vererbt werden kann, so wollen viele nicht, dass die Angehörigen die eigenen Beerdigungskosten selbst aus der eigenen Tasche zahlen. Genau dann ist es eine Überlegung wert, die Sterbevorsorge mittels einer speziellen Versicherung zu treffen.

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