Olympia 2024 Hamburg – Mittendrin ein Relikt aus der Nazizeit

Hamburger Bürger sollen per Referendum am 29.November ruckzuck die Olympia-Bewerbung Hamburg 2024 durchwinken.

Kritische Fragen werden im Vorfeld von der Bewerbungsgesellschaft Hamburg 2024 GmbH, Am Strandkai 1 (Hafen-City), 20457 Hamburg, abgebügelt. Man hat im noblen Domizil in der Hafen-City Wichtigeres zu regeln, es locken gutdotierte Posten und mehrere Milliarden Euro, die man gerne unter sich teilt.

Wenig Beachtung schenkt man auch einem in der national konservativen Szene wohlbekannten Nazi-Relikt nahe der Reeperbahn (St.Pauli). Stein des Anstoss sind die Sichtblenden beidseitig der Herbertstrasse. Es handelt sich bei den stählernen Sichtschutzwänden in der Davidstraße und gegeüber in der Gehrhardstraße zwar nicht mehr um die originalen Barrieren aus 1933, doch verkörpern sie immer noch den Zeitgeist aus der NS-Zeit.

Die Barrieren der Herbertstrasse wurden auf Erlaß der NS-Gauleitung Hamburg in 1933 aufgestellt.
Bild: Anja Helms press-on.de

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NS-Gauleiter und Reichsstatthalter in Hamburg, von 1929 – 1945, war der NSDAP Politiker

Karl Kaufmann. Besagter NS-Politiker Kaufmann konnte sich unbeschadet mit weisser Weste in die neue Bundesrepublik Deutschland retten und rege am Wirtschaftswachstum der neuen Republik erfreuen. Der NS-Gauleiter und Reichsstatthalter Karl Kaufmann fand seine neue Berufung als selbständiger Versicherungsmakler und als Fabrikant in Form einer Teilhaberschaft/chemische Fabrik.

Zeitzeugen berichten den ehemaligen NS-Gauleiter Karl Kaufmann, Ende der 1950er – Anfang der 1960er, mehrfach im Kreise Gleichgesinnter vor den Barrieren der Herbertstrasse gesehen zu haben.

Bild: Anja Helms press-on.de

Bild: Anja Helms press-on.de

Anja Helms

Stadtreporterin Hamburg Politik

Anmerkung: Die Herbertstraße ist eine öffentliche Straße, im Hamburger Stadtbezirk St.Pauli, und eine natürliche Verbindungsstraßen zwischen Davidstraße und Gerhardstraße. Die Herbertstraße darf von jedermann durchlaufen werden. Die Schilder rechts und links neben den Barrieren, die Jugendlichen unter 18 Jahren sowie Frauen das Durchlaufen der Herbertstraße verbieten wollen, haben keinen offiziellen Charakter. Die sogenannten Verbotsschilder sind von den zuständigen Behörden der Hansestadt Hamburg, auf Drängen und im Geschäftsinteresse der Hauseigentümer und Zimmervermieter, nur geduldet.

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