Wärhungssystem Euro

Der Euro
Am 01.01.1999 wurde der EUR als Buchgeld eingeführt, drei Jahre nachher erfolgte die Einführung als Bares. Die Einführung einer gemeinsamen Währung stellte für unzählige Länder ein geschichtsträchtig einmaliges Experiment dar. Zum Augenblick der Einführung waren die wirtschaftlichen Folgen bloß gering. Die alten Währungen wurden nach ihrem Wert in Euro umgerechnet, solcher Euro spiegelte folglich den Wert der einzelnen Landeswährungen korrekt wieder. Das fundamentale Problem bestand dadrin, dies auch für die Zukunft zu sicherstellen. In den vorausgegangen Jahrzehnten hatte sich zum Beispiel der Preis der D-Mark gegenüber der italienischen Lira vervielfacht. Mittels der Einführung des Euro wurden künftige Schwankungen des Kurses für immer ausgeschlossen. Als Ergebnis dieses fundamentalen Problems wurden so genannte Stabilitätskriterien abgesprochen. Mit anderen Worten: Die Gründe dafür, dass sich der Wert der Währung in einzelnen Ländern differenzierend entwickelt, sollten beseitigt werden.

Konzept und Praxis
Als knifflig erwies sich, dass die Befolgung der Stabilitätskriterien nicht aufgezwungen werden konnte. Zwar sehen die Europäischen Verträge Sanktionsmöglichkeiten gegen einen Staat im Sache eines Verstoßes gegen die Stabilitätskriterien vor, davon wurde jedoch zu keiner Zeit Anwendung gemacht. Eine große Anzahl so genannte Defizitverfahren wurden betrieben, keines führte dagegen wahrhaftig zu Sanktionen. Hierfür gab es zwei ausschlaggebende Gründe. Erstmal waren Deutschland des Weiteren Frankreich die ersten Staaten, die gegen die Stabilitätskriterien verstießen. Alle beide nehmen innerhalb der Europäische Gemeinschaft eine besonders mächtige Position ein, Sanktionen waren folglich politisch kaum umsetzbar. Zweitens waren als Sanktionen einzig Strafzahlungen beabsichtigt. Wegen zu hoher Schulden Strafzahlungen zu vollstrecken, ist ersichtlich bremsend. Überschuldete Privathaushalte, die auf Grund von Mahngebühren und Verzugszinsen immerzu tiefer in die Schuldenfalle geraten, wissen davon zu erzählen!

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