Wenn Aminosäuren aus dem Gleichgewicht geraten

Ca. ein Fünftel des menschlichen Körpers besteht aus Proteinen – auch als Eiweiße bezeichnet. Die Proteine zählen zu den Grundbausteinen aller Zellen und verleihen diesen ihre Struktur. Proteine transportieren Stoffe, pumpen Ione, katalysieren chemische Reaktionen und erkennen Signalstoffe. Eiweiße sind aus Aminosäuren aufgebaut. Sie sind eine Klasse organischer Verbindungen mit mindestens einer Carboxygruppe und einer Aminogruppe.

Diese Aminosäuren sind einerseits für die Wachstumsvorgänge und andererseits für den Stoffwechsel im Körper zuständig. Sie schützen uns mitunter auch vor Giftstoffen und Krankheiten. Nur wenn die Aminosäuren im Gleichgewicht sind, können sie Wirksamkeit zeigen und Proteine bilden. Herrscht ein Ungleichgewicht vor, führt dies zu Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und depressiven Verstimmungen. Die Herzleistung und Regeneration nach dem Sport werden minimiert.

Der Bedarf an Eiweiß ist nicht bei jedem Menschen gleich. Er hängt unter anderem von der jeweiligen körperlichen und geistigen Aktivität ab. Man unterscheidet zwischen den proteinbildenden und den nicht-proteinogenen Aminosäuren. Letztere bilden z.B. Zucker. Es gibt 20 proteinogene Aminosäuren und 250 nicht-proteinogene Aminosäuren.

Aminosäuren können in Form von Nahrungsergänzungsmitteln aufgenommen werden. Dadurch kann eine Senkung des Blutdrucks und eine Verbesserung der Herzleistung bewirkt werden. Weiters wird die Regenerationsfähigkeit nach dem Sport verbessert. Haar- und Hautprobleme können vermindert werden. Und auch eine Verbesserung von Depressionen zählt zu den Resultaten.

Die Aminosäuren zeigen sich in punkto Wirksamkeit sehr vielfältig. Jede Aminosäure wirkt sich auf den Körper anders aus und kann über verschiedene Lebensmittel aufgenommen werden. Diverse Aminosäuren können den Blutdruck optimieren. Die Aminosäure Arginin weitet die Blutgefäße und dadurch wird der Blutdruck gesenkt. Phenylalanin, Tryptophan und Tyrosin haben eine anti-depressive Wirkung. Arginin senkt sowohl den Blutdruck als auch den Cholesterinspiegel und verbessert die Herzleistung. Diese Aminosäure kommt in Nüssen, Fleisch, Fisch und Soja vor. Methionin dagegen wirkt stimmungsaufhellend und entgiftend und ist unter anderem in der Leber und in Eiern enthalten. Valin wirkt sich positiv auf die Ausdauer und Regeneration beim Sport aus und ist ebenfalls in Eiern und in Haselnüssen zu finden.

Artikel empfehlen
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Ein Gedanke zu „Wenn Aminosäuren aus dem Gleichgewicht geraten

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.