Schumachers Zeit im Kartsport

Zu Michael Schumacher gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, was nicht ohnehin schon aus den Formel 1 Nachrichten bekannt ist. Der Rennfahrer gilt als der beste Formel-1-Pilot aller Zeiten, holte sieben Weltmeisterschaften und stellte eine Vielzahl von Rekorden auf. Neben den sieben WM-Titeln gewann er 91 Rennen, stand 68 Mal auf dem ersten Startplatz und fuhr in 76 Rennen die schnellste Runde.

Nach seinem vorübergehenden Rücktritt 2006 und der Rückkehr in die Königsklasse des Motorsports im Jahr 2010 im Mercedes-Boliden sind die großen Zeiten Schumachers, der sein F1-Debüt beim Großen Preis von Belgien im Jahre 1991 gab, vorbei. Zwar fährt er nach wie vor um die oberen Ränge mit, doch selten erreicht er einen Podestplatz und wird so in den live Sportwetten eher als Außenseiter gehandelt. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn Schumi hat ohnehin alles erreicht, was man in der Formel 1 erreichen kann.

Doch wie jeder andere fing Schumacher klein an, nämlich im Kart. Schumacher, der am 3. Januar 1969 geboren wurde, hatte bereits im Alter von vier Jahren seinen ersten Kontakt mit einem Motorfahrzeug, als ihm sein Vater ein umgebautes Kettcar mit einem 5 PS starken Mofamotor schenkte. Der Schritt zum Kart-Verein war nicht mehr weit weg, als Schumi zusammen mit seinem Vater mit dem Kart-Club „Rennsportfreunde Wolfgang Graf Berghe von Trips, Go-Kart-Club Herrem e.V.“ in Kontakt kam. Dort konnte der Junge trainieren und seine Mängel durch häufiges Üben ausgleichen.

„Da war ich meistens allein auf der Strecke, da fiel die Unterlegenheit meines Gefährts nicht so auf. Ganz davon zu schweigen, dass mir das Schleudern und Driften im Regen ganz besonders viel Spaß machte“, erinnert sich Schumacher in einer Biografie. Auch die Zeitungen berichteten über den jüngsten Kart-Fahrer Deutschlands, der mit nur fünf Jahren seinen ersten Sieg feierte und nur ein Jahr später die erste Clubmeisterschaft gegen teils wesentlich ältere Clubmitglieder gewann.

Schumachers Eltern konnte sich jedoch keine großen finanziellen Sprünge und teures Material leisten, wodurch der kleine Schumi immer mehr auf Sponsorenverträge angewiesen war. Doch er fand schnell Förderer und konnte dadurch 1985 den Junioren-Vize-Weltmeistertitel einfahren und nur zwei Jahre später die deutsche Meisterschaft der Klasse A/100 holen und Europameister werden.

Viel Zeit verging danach nicht mehr, bis Schumi sein Debüt in der Formel 1 gab. Zuvor jedoch startete er noch in der Formel König, der Formel Ford und der Formel 3, ehe er über ein Intermezzo in der DTM und einem Gastspiel in der japanischen Formel 3000 schließlich den Sprung in die Königsklasse des Motorsports schaffte.

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